Samstag, 6. September 2008

Beijing -- First Day

Da sind wir nun also in Beijing angekommen. Im Zug haben Flo und Roman festgestellt, dass das Hostel nicht so weit vom Bahnhof entfernt ist, also haben wir uns entschieden, zu Fuss dahin zu laufen. War auch tatsaechlich nicht so weit (wir haben uns nur einmal verlaufen).
Anschliessend sind wir dann noch essen gewesen, und zwar im "...-Roast Duck" (den richtigen Namen hab ich im Moment vergessen) ... und das war der absolute Hammer. Alles in allem war es zwar nicht wirklich billig (insgesamt 305 Yuan, also ca. 30 Euro fuer eine Ente inklusive Beilage und Getraenke), aber das war es wirklich wert. Schon das ganze Ambiente ... ein fuenfstoeckiges Gebauede (wir waren im 4. Stock essen) ... insgesamt waren 5 Kellner nur dafuer zustaendig, uns zum Tisch zu leiten ... dann wurde die gebratene Ente am Tisch zerlegt ... alles in Allem der echte Wahnsinn ... und geschmeckt hat es natuerlich auch ...

Chinesische Zuege sind geil

Also wirklich ... als wir in Ulaan Baatar in den Zug nach Beijing gestiegen sind, war ich echt mal ueberrascht.
Klimatisiert, 4 TFT-Monitore mit Kopfhoerern, einer Zugbegleitung, die kostenlosen Tee und Kaffee (leider nur irgendwelcher amerikansicher Instant-Muell -- ich hatte vorher gedacht, die Amis wuessten, wie man Kaffee macht) bringt ... ich konnte nur sagen: WOW. Und das in der 2. Klasse. Wie ist denn da die 1. Klasse? Sieht die Begleiterin dann vielleicht besser aus und laeuft oben ohne rum?
Gut, nach einer gewissen Zeit habe ich dann doch gemerkt, warum das nur die 2. Klasse ist. Bei den TFT-Bildschirmen konnte man sich den Film nicht aussuchen ... es lief "Triple X" auf englisch ... leider hatte anscheinend die DVD einen Sprung, so dass der Film nach ca. 30 Minuten wieder von vorn begann.
Dann mussten wir feststellen, dass unsere "Wagen-Service-Tante" nur chinesisch sprach und keine Silbe englisch oder irgend eine andere Sprache verstand. Wie konnte ich auch in so einem internationalen Zug, der zu ueber 95 Prozent mit nichtchinesischen Touristen besetzt ist, etwas anderes erwarten?
Leider wollen Flo und Roman unbedingt den billigen Wodka kaufen (von dem ich auch in etwa die doppelte Menge trank als sie), so dass ich dummerweise am naechsten Tag heftige Kopfschmerzen hatte ... deswegen gibt es auch nicht so viele Fotos von China aus dem Zug heraus.
Die Grenzkontrolle war enstpannter als erwartet. Ich musste dieses Mal zwar etwas mehr auspacken, aber als sie dann mein Buch "Konfuzius" gesehen haben, da waren die Kontrolleure durchaus begeistert. Interessanterweise haben sie sich fuer das Buch "Machtwahn" von Albrecht Mueller ueberhaupt nicht interessiert, obwohl dieses offen auf meinem Bett herumlag.
Vom Umspurvogang (welcher notwendig ist, weil China eine andere Spurbreite hat) selbst hab ich nicht allzu viel mitbekommen, weil der Wodka mittlerweile zu wirken anfing.

Freitag, 5. September 2008

Ich hab's geschafft ...

... ich sitze hier in Beijing, an einem Rechner im Hostel, an dessen Tastatur das e etwas klemmt. Deswegen hier erst mal nur ein kurzes Lebenszeichen von mir.

Die Grosse Chinesische Firewall laesst mich bloggen, morgen abend gibt es dann hoffentlich auch Fotos und 2 kurze Berichte ueber chinesische Zuege und wie ich den ersten Tag in Beijing erlebt hab.

Mittwoch, 3. September 2008

Morgen geht's nach China

Um 8.oo Uhr rollt unser Zug hier los ... dann sind wir endlich aus dieser daemlichen Stadt raus. Einkaufen muessen wir auch noch (wieder Wodka und Instant-Nudeln).
Jetzt weiss ich nicht, inwiefern blogger.com (mein Bloganbieter) von der Grossen Chinesischen Firewall gesperrt wird.

Update: Mein Blog funktioniert auch in China. Jetzt muss nur noch Picasa gehen, dann bin ich vollends zufrieden.

What happened to Happiness Land?

Gestern Nachmittag/Abend waren wir in Ulaan Baatar's ehemaligem Vergnuegungspark. Hier der Eingang:


Laut dem Lonely Planet aus dem Jahr 2005, den Flo hier in UB gekauft hat, koennte man da angeblich noch Riesenrad fahren, was allerdings nicht mehr moeglich war, weil das Riesenrad so aussah:


Was man hier jetzt nicht so genau sehen kann, ist die Tatsache, dass es im unteren Bereich zerbrochen war und sich maximal noch durch den Wind etwas bewegte (eher leicht pendelte).
Aussderdem sollte man auch im Sommer mit einem Ruderboot in einem See paddeln koennen (und im Winter darauf Schlittschuh laufen). Aber dieser See sah so aus:


Insgesamt ist "Happiness Land" ein recht trostloser Ort, in dem man sich mittlerweile alles Andere als "happy" fuehlt. Mit dem "toten" Riesenrad, der kaputten Mini-Achterbahn, den Seen ohne Wasser und den vor sich hinrostenden Sitzgelegenheiten -- all das zwischen wild wuchendern Graesern und Straeuchern kam hier so eine gewisse "Endzeitstimmung" auf ... es wirkte alles irgendwie gespenstisch.
Was genau ist eigentlich geschehen? Wie konnte das alles so verfallen? In dem einen ehemaligen "Bedienerhaeuschen" hing dann auch noch ein Zettel auf mongolisch, welcher ein Datum vom November 2005 trug. Also gehen wir mal davon aus, dass zumindest Teile des Parks noch bis vor 3 Jahren in Betrieb waren. Bisher konnten wir auch noch nicht in Erfahrung bringen, was da nun genau vorgefallen ist. Ging der Betreiber vielleicht Konkurs? Wurde das Ganze bei irgendwelchen Randalen zerstoert (es sah allerdings schon so aus, dass es nicht erst bei den Unruhen vor ca. 2 Monaten kaputt gegangen ist)? Vielleicht kann einer von Euch Lesern das mal in Erfahrung bringen.
Ich habe extra fuer Happiness Land ein neues Album angelegt. Die meisten Bilder sind ohne jegliche Kommentare, die sind hier IMHO auch nicht noetig.

Montag, 1. September 2008

Wir haben das Nachtleben getestet ...

Und das unterscheidet sich auch nicht so sehr von dem bei uns ... es spielt irgendne Cover-Band, und wenn die nicht spielt, dann kommt eben so ein bisschen "Chart-Techno" aus der Konserve ...
Eigentlich wollte ich erst gar nicht mit ... und eigentlich wollten wir auch nur maximal ein Bier trinken. Aber als Roman und Flo sich dann ein zweites bestellt haben, hab ich dann auch mal relativ viel Geld (insgesamt 9000 Tugrit) fuer 2 Arbeitsgrundlagen ausgegeben (OK, die hatten nur Bacardi, aber keinen Havanna; dafuer allerdings mit 5 cl).
Sonst gibt es vom gestrigen Tag nicht wirklich was zu berichten ...
Aber es gibt neue Fotos (auch aus Terelj).
Hier noch mal der Link:
http://picasaweb.google.co.uk/haibaer76/Mongolia

2 Tage Terelj

So, dann haben wir also (wie ich schon angekuendigt hab), die Tour nach Terelj gestartet. Morgens kurz nach 8 sind wir in den Minibus vom Guesthouse gestiegen, um die ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit auf uns zu nehmen.
Angekommen sind wir dann so am fruehen Vormittag in einem kleinen "Camp", welches aus einem Haupthaus und 5 oder 6 Jurten bestand. Auch bei den Jurten hat mittlerweile der Westen Einzug gehalten, die Aussenhaut besteht mittlerweile nicht mehr aus Tierfellen sondern aus einer Plastik-Plane.
Nachdem wir unser Mittagessen eingenommen hatten (war im Preis mit inbegriffen und liess sich durchaus als "westliche Mahlzeit" bezeichnen -- eine Mischung aus Reis, Fleischstuecken, Gemuese und kalten Pommes), haben wir dann so ein 2-stuendiges "Show-Festival" mitbekommen. Flo hat sich in seinem Blog ja schon genuegend darueber ausgelassen; auch ich wollte da nur noch weg. Bin allerdings nicht ganz so weit gegangen wie der Flo, weil ich mich irgendwie durstig fuehlte und das Wasser in der Jurte lag.
Naja, ca. 2 Stunden spaeter wurden die deutschen Pauschal-Touris wieder in ihre Busse verfrachtet und zurueck nach Ulaan Baatar gekarrt. Dann war endlich Ruhe.
Kurze Zeit spaeter war dann auch das beruehmt-beruechtigte "Horseback-Riding". Jaa, ich auf nem Pferd, ich hatte mir schon das Schlimmste ueberhaupt ausgemalt ... aber dann war es einfach mal nur genial. Der schwierigste Teil bestand zunaechst darin, das Pferd dazu zu bekommen, dass es ueberhaupt erst mal loslaeuft, was dann aber irgendwie auch ging. Nachdem wir vom Reiten zurueck waren, gab es Abendessen, Sterne gucken, Wodka+Bier trinken ... wir sind dieses Mal sogar vor Mitternacht ins Bett gekommen (es wird verdammt kalt, wenn die Sonne weg ist).
Am naechsten Tag stand dann "Full Day Horse Back Riding" auf dem Programm. Gut, es waren dann effektiv auch nur ca. 4 Stunden; aber da wir auf dem Rueckweg etwas in Zeitnot geraten sind und unser Fuehrer dann die Pferde etwas antrieb, war ich dann auch froh, wo es vorbei war. Mein Ar... tat mir naemlich verdammt weh (und tut es heute, 2 Tage spaeter, immer noch etwas *g*).
Leider konnte ich nicht mitkommen, als Flo und Roman sich auf den Weg gemacht haben, um noch ein paar Bier fuer den Abend zu kaufen (aufgrund zu starker Schmerzen); so hab ich dummerweise deren Erlebnisse mit der einheimischen Bevoelkerung verpasst :-(
Am Montag ging es dann wieder zurueck nach UB, in die schlimmste Stadt, die man sich vorstellen kann. Aber Flo und Roman mussten ja noch mal bei der indischen Botschaft wegen ihres Visums vorbeischauen (Ich hab inzwischen ein China-Visum, wenn auch nur fuer 20 Tage; muss das also noch verlaengern). Bloss gut, dass sie das gemacht haben, eigentlich wollte der Botschafter das Visum erst am Donnerstag geben, was dann allerdings nix bringt, weil wir ja schon am Do. in der Fruehe in den Zug nach Peking steigen wollen.